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8 Regelungen für Home & Remote Office

Tagesdosis Marketing #15

8 Regelungen für Home & Remote Office

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Alright! Heute werfe ich einen Blick in die rechtlichen Rahmenbedingungen von Remote & Home Office: Was ist beim Mietvertrag zu beachten, wie muss der Arbeitsplatz gestaltet sein, wie muss dein Arbeitsfeld definiert sein?

Ich selbst arbeite seit 14 Jahren hauptsächlich in den eigenen 4 Wänden. Anfangs noch ein klassisches Arbeitszimmer, heute in einem gemeinschaftlichen Atelier mit Wohnungsanschluss. Die Vorteile sind klar: wirtschaftlich - weniger Mietkosten und Nebenkosten für ein Büro, zeitlich - Arbeit und Privatleben gehen wunderbar zusammen und natürlich auch Komfort - Kundentermine und Workshops im Gartenbüro, das hat schon was.

Gleichzeitig kenne ich viele Selbständige, die auf ein Remote Office setzen. Künstler, Touristiker, Berater oder digitale Nomaden: Sie alle eint der Bedarf nach nur zeitlich begrenzten Arbeitsplätzen an verschiedenen Orten. Ob Artist oder Scientist in Residence Programme oder Co-Working Spaces, solche mobile Arbeitsplätze sind Home Offices oft ähnlicher als klassische 08/15 Büros.

60 Prozent der österreichischen Gründer arbeiteten 2018 von zu Hause aus. Hast du einen normalen Wohnraummietvertrag, darfst du deinen Wohnraum allerings nur als Firmensitz nutzen, wenn du kein übermäßiger Publikumsverkehr hast oder dort Mitarbeiter beschäftigst. Wer am Schreibtisch arbeitet, beispielsweise als Gutachter oder Programmierer, erfüllt diese Kriterien. In allen anderen Fällen benötigst du die schriftliche Erlaubnis des Vermieters. Noch besser: setzt einen neuen Mietvertrag auf.

Achte darauf, dass sämtliche Vorschriften zur Arbeitssicherheit und zum Gesundheitsschutz für Arbeitsplätze in der Betriebsstätte ebenso für dein Home oder Remote Office gelten. Selbiges gilt natürlich auch für den Datenschutz und umfasst sowohl den abschließbaren Aktenschrank als auch die digitale Datensicherheit.

Für dich wie für deine Mitarbeiter gilt die Regelung, dass das Heimbüro nur dann von der Steuer abgezogen werden kann, wenn es zu weniger als zehn Prozent der Zeit privat genutzt wird und somit “ausschließlich oder nahezu ausschließlich der Erzielung von Einkünften” dient.

Eine weitere Voraussetzung für die steuerliche Abzugsfähigkeit ist die häusliche Verbindung: Das Heimbüro muss mit Lage, Ausstattung und Funktion in die häusliche Sphäre eingebunden sein. Das bedeutet, dass du auch Kellerräume oder das Dachgeschoss als Home Office verwenden kannst – vorausgesetzt, dass die betroffenen Räume mit den privaten Wohnräumen verbunden sind.

Damit das Heimbüro als solches gilt, muss es zweckmäßig eingerichtet sein: Schreibtisch, Stuhl, Bücherregal werden als Ausstattung eines Arbeitszimmers akzeptiert. Befinden sich allerdings ein Schlafsofa oder Freizeitgegenstände wie ein Tischkicker mit im Raum, wird das Zimmer nicht als Arbeitszimmer angesehen.

Du hast außerdem kein Home oder Remote Office, wenn es in einem Durchgangsraum oder als Arbeitsecke im Wohnzimmer oder Kaffee eingerichtet wird. Das Heimbüro muss vier Wände besitzen. Abtrennungen durch Vorhänge und Raumteiler sind nicht ausreichend.

Du kannst die Kosten für das Zimmer unbegrenzt absetzen, wenn es der Mittelpunkt deiner Tätigkeit ist. Wenn du deine Tätigkeit hauptsächlich außerhalb ausübst, zum Beispiel als Golftrainer oder Kamerafrau beim Film, ist der unbegrenzte Abzug nicht möglich.

Grundsätzlich kannst du alle Kosten steuerlich absetzen, die du deinem Arbeitsplatz zuordnen kannst. Kosten, die die gesamte Wohnung oder Gemeinschaftsraum betreffen, wie Miete, Strom, Grundsteuer, Versicherung oder Reinigungskosten gelten nur anteilig. Zusätzlich können geringfügige Wirtschaftsgüter bis 800 Euro sofort abgeschrieben werden. Mehr dazu findest du in der Tagesdosis Marketing #14.

Morgen geht's dann weiter mit praktischen Tipps zur Büroausstattung und am Montag erscheint dann ein ausführlicher Blog-Beitrag zur Themenwoche. Den Link gibt's dann wie immer direkt hier:https://zentara.work/magazin.

Gehörst du zu den 60%, die ihre Firma in den eigenen 4 Wänden gründeten? Ich freue mich wie immer über dein Feedback. Und nicht vergessen: YouTube Kanal abonnieren!

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